Skandal bei NBSSM: Schachspieler von irrelevanter Oberstufenlektüre abgelenkt

Ettlingen – Haben Sie sich auch schon mal gefragt, was Schachspieler so machen, wenn sie nicht gerade Holz schieben? Bei der Nordbadischen Schulschachmeisterschaft in Ettlingen konnte man beobachten, was die heranwachsenden, aufstrebenden Kinder und Jugendlichen machen, wenn sie zwischen den Partien den Vektor ihrer eigenen Gedanken verschieben. Neben harmlosen Dingen wie frische Luft zu schnappen, sich mit Teamkollegen über die Partien zu unterhalten und den zyklischen Bedürfnissen des Körpers nachzugehen gibt es auch schädliche Aktivitäten wie z. B. an digitalen Endgeräten seine Gedanken zu betäuben und sich dabei mit einer Nackenverspannung zu belohnen oder einen sauerstoffarmen Raum der WK I zu betreten oder den zyklischen Bedürfnissen des Körpers nicht nachzugehen.

Bei der NBSSM ließ sich ein empörendes Novum beobachten: Ein Spieler der WK II, dessen Identität geschützt bleiben möchte, las in den Pausen eine der Oberstufenlektüren aller Zeiten: Büchners „Woyzeck“. Sehen Sie selbst, wie man es hinbekommt, sich eine Nackenverspannung zu holen, ohne ein digitales Endgerät mit sich zu führen:

Ein weiteres Opfer der Oberstufe, welches von einem banalen Thema im Grundkurs Deutsch dazu genötigt wird, seine Aufmerksamkeit irrelevanten Nebensächlichkeiten zu widmen. Dabei steht das Schachbrett sogar direkt vor dem gehirngewaschenen jungen Mann, der die Oberstufenlektüre für wichtiger als das Schachspielen hält.

Nochmal ein Blick nach rechts..

„Gehts schon weiter? Nein? Na dann“

– und zack wieder bei dem Soldaten und seinem Freund Andres.  Man fragt sich, ob der Tambourmajor auch Woyzecks Dame auf dem Brett hätte wegnehmen wollen.

Wie Sie sehen können, lässt die Körperhaltung und das Niveau auf dem Brett zu wünschen übrig. Wenig später verlor Mark S. gegen einen Vereinskollegen, den er vor wenigen Tagen noch schlug – ein Zeichen psychischer Ermüdung. Wenn Sie auch von Oberstufenlektüren geplagt werden, fokussieren Sie sich bitte vor allen in diesen jungen Jahren auf die relevanten Dinge des Lebens (Holz besser zu schieben als der Gegner). In besonders schlimmen Fällen (z. B. wenn sie von Goethes Faust getroffen werden), suchen Sie sich bitte professionelle Hilfe. Die 10-Minuten-Zusammenfassung mit den Playmobilfiguren muss reichen!!

 

 

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